Warum Risikomanagement in Projekten?

Risikomanagement Prozess

Projekte werden oft durch Ereignisse behindert, die dafür sorgen, dass Fertigstellungstermine und Budgets überschritten oder Ergebnisse nicht zufriedenstellend abgeliefert werden. Ein großer Teil dieser Ereignisse sind vorhersehbar. Entscheidend für den Projekterfolg ist, Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen dagegen einzuleiten. Gefahren können dadurch frühzeitig abgewendet werden. Ihr Projekt lässt sich so zielsicher kontrollieren und steuern. Risikomanagement ist eine der effizientesten Projektsteuerungsmethoden.

Im Risikomanagement werden identifizierte Risiken auf Basis von Wahrscheinlichkeitswerten für das Eintreten des Risikos und einer Schadensklassifizierung für die Auswirkung des Risikos bewertet. Für eine Gesamtübersicht des Risikopotenzials in einem Projekt wird häufig die Darstellung der Risikomatrix verwendet. Auf Basis der vorgenommenen Bewertung, die in der Regel von dem gesamten Projektteam vorgenommen wird, werden die Risiken priorisiert. Gegen die höchstpriorisierten Risiken werden gemeinsam im Projektteam Maßnahmen zur Minderung des Risikos festgelegt und durchgeführt. Des Weiteren werden Notfallpläne erarbeitet, die beschreiben, was genau getan werden muss, falls dieses Risiko zu einem Problem wird.

Mit einer regelmäßigen Wiederholung des Risikomanagementprozesses erhält man ein effektives Werkzeug zur proaktiven Steuerung von Projekten. Für die meisten Projekte reicht diese Art des Risikomanagements vollkommen aus und kann wesentlich zum Erfolg des Projektes beitragen. 

Qualitatives und Quantitatives Risikomanagement

Das oben beschriebene Verfahren wird auch als qualitatives Risikomanagement bezeichnet. In einigen Projekten ist es aber auch notwendig, ein quantitatives Risikomanagement einzusetzen. Dies wird dann gemacht, wenn  Planabweichungen des Projektes einen hohen finanziellen Einfluss auf das Unternehmen haben. In diesem Fall ist es notwendig, Risiken zu quantifizieren, um Erträge und Risiken bei Entscheidungen abwägen zu können. 

Eine Risikoquantifizierung ist die Beschreibung mittels Wahrscheinlich- keitsverteilungen und die Berechnung von Risikomaßen wie zum Beispiel der Eigenkapitalbedarf (Value at Risk). Für diese Ermittlung werden häufig Simulationstechniken wie z.B. Monte-Carlo-Simulationen eingesetzt, die eine Transparenz über die Planungssicherheit schafft. 

Mittels der quantitativen Methode kann das Risikopotenzial von Projekten vergleichbar gemacht werden, was mit der qualitativen Methode nicht möglich ist.  Das quantitative Risikomanagement kann auch dazu dienen, eine Projektportfoliobewertung durchzuführen. 

Vorbereitung und Moderation von Risiko-Assessments

Risikoassessments, das heisst die Durchführung von Identifikation, Bewertung, Maßnahmen- und Notfallplanung im Projektteam, sollten idealerweise immer von einem „Projektexternen“ moderiert werden. Wenn der Projektleiter das Risikoassessment selbst moderiert, besteht einerseits die Gefahr, dass die Meinung des Projektleiters führend ist und die Einschätzung der anderen Teammitglieder entsprechend beeinflusst wird, andererseits kann der Projektleiter sich nicht selbst auf die Inhalte konzentrieren und möglicherweise bleiben Risiken aus der Projektleitungsperspektive unausgesprochen und damit unberücksichtigt.

Aus diesem Grund biete ich als Dienstleistung die Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung von Risikoassessments an. Im Fall, dass Risikomanagement im Projekt neu ist, werde ich auch, mit der Durchführung begleitend, eine methodische Einführung geben.